Rettungsplan für Holland und die Welt

Krullestaart kommt klatschnass aus dem Badezimmer gerannt.

„Snorrebaard, hast du meinen Frack gesehen?“

„Deinen Frack? Nö… ich wusste nicht mal, dass du einen hast.“

„Hmm… das ist schlecht,“ sagt Krullestaart. „Es könnte sein, dass ich plötzlich den Nobelpreis in Empfang nehmen muss.“

„Den Nobelpreis? Aber der wird doch immer erst in Oktober vergeben, oder?“, fragt Snorrebaard.

„Ja, das stimmt schon. Aber weißt du, da ich gerade die Welt gerettet habe, weiß man nie ob das Komitee vor lauter Begeisterung die Nobelpreisverleihung vielleicht vorverlegt. Außerdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Niederländische Königin mich in den Ritterstand befördern wird.“

Snorrebaard hebt die Augenbrauen. „Moment mal. Du hast die Welt gerettet? Wie denn das?“

Krullestaart grinst. „Komm mal mit“, sagt er, nimmt seinen Freund an die Hand und führt ihn ins Badezimmer.

„Ich hatte vorher in der Badewanne eine geniale Idee wie die Welt gerettet werden kann. Eigentlich ist es ein Wunder, dass keiner vor mir darauf gekommen ist. Aber so ist das nun mal mit welterschütternden Einsichten.“

Snorrebaard hört kaum zu. Er schaut auf die volle Badewanne. Der Hahn ist aufgedreht und das Wasser läuft fast über. „Ist der Hahn kaputt?“ fragt er besorgt.

„Nein, das ist ein Model das die Folgen der Klimaveränderung hinsichtlich der Höhe des Meeresspiegel simuliert. Das Bad ist die Nordsee, die Wanne ist ein Deich und auf dem Boden des Badezimmers wohnen die Holländer“

Krullestaart betrachtet die Situation nachdenklich. „Ganz das Gleiche ist es aber nicht. Durch das Überlaufloch oben in der Wanne fließt das überflüssige Wasser ab. Außerdem könnten wir einfach den Stöpsel ziehen“

„Genau, du hast es verstanden! Genau diese Lösungen werde ich den Holländern vorschlagen, um zu vermeiden, dass ihr Land durch Meeres- oder Flusswasser überschwemmt wird: Ein Abfluss in der Nordsee und Überlauflöcher an den Flussdeichen entlang.“

Snorrebaard muss schmunzeln. Wie naiv von seinem Freund. Das Wasser kann doch nirgendwo hin.

Aber Krullestaart scheint seine Gedachten lesen zu können. „Und das Wasser…. fließt durch die Erde nach Australien!“

(Klick auf dem Bild zum Vergrößern)

Wasser fliesst durch dem Erdkerntünnel ab nach Australien. Holland bleibt trocken. Das Klima erstellt sich

Es dauert eine Weile, bis Krullestaart alle Details seines Rettungsplans für Holland und die Welt erklärt hat: Wie die Holländer durch das abfließende Wasser trockene Füße behalten werden, wie das Klima durch die neuen Regenwälder in Australien bald wieder zu seinem natürlichen Gleichgewicht zurückfindet wird und wie die Wasser- und Dampfturbinen im Magma-Tunnel genug Ökostrom erzeugen werden, um alle Atomkraftwerken abschalten zu können.

Als er endlich fertig ist klingelt das Telefon. Snorrebaard geht ran, gibt dann aber weiter an Krullestaart. „Für dich. Königin Beatrix möchte dich sprechen.“

Die Quatschtronauten

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