Der Blumenkohl als Bio-Computer

Der Vidi-Vino ist ein großer Erfolg. In nur zwei Tagen werden die Fotos bereits mehrere tausenden Male angeschaut. Und das Beste ist: Weil der Betrachter durch den Konsum der Weinbilder auch Appetit auf Käse bekommt, hat sich der Verkauf der E-Cheese Lizenzen plötzlich verhundertfacht. Das Problem ist nur, dass die Server dem Ansturm auf das Digital Food Portal nicht standhalten können und abstürzen….

Snorrebaard sucht also verzweifelt seinen Kollege, aber er ist weder in der Werkstatt noch im Serverraum zu finden. Schließlich wird er im Gemüsegarten auf der Quatschgrube fündig.

„Krullestaart! Wie kannst du nur deinen Blumenkohlen gießen? Hast du nicht mitbekommen, dass unsere Website gerade down ist?“ ruft er außer Atem.

„Doch. Ich habe gestern bereits geahnt, dass die Server bald überlastet sein könnten“, antwortet Krullestaart ganz entspannt.

„Aber wieso machst du dann nichts? Kannst du nicht von irgendwoher extra Hardware besorgen?“ fragt Snorrebaard aufgebracht.

„Das mache ich doch gerade“, entgegnet Krullestaart und klebt ein paar Elektroden auf die Blumenkohlköpfe. „Die Bestellung neuer Server kann Wochen dauern, und durch den aktuellen Engpass von Halbleiter sind sie sowieso viel zu teuer. Ich habe mich darum um eine alternative Lösung gekümmert.“

Stolz zeigt er auf sein Gemüsebeet. „Bio-Computing! Das hier, ist die erste Cauliflower Power-Hosting Anlage.“.

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„Pflanzen sind weitaus intelligenter als wir denken. Sie reagieren nicht nur positiv auf freundliche Worte, sie können sogar schwierige kognitive Aufgaben lösen. Man muss sie nur in der richtigen Sprache ansprechen.“, doziert Krullestaart.

„Und das kannst du?“

„Nicht direkt, aber mit Hilfe eines Analog/Biolog Converter werden elektronische Signale so umgewandelt, dass man mit der Vegetation kommunizieren kann. Ich möchte die pflanzliche Intelligenz der Blumenkohlköpfe einsetzen, um unsere Serverkapazität zu erweitern…. Achtung!“

Krullestaart steckt das Kabel des Digital/Analog Converter, der dem Analog/Biolog Converter vorgeschaltet ist, in den Load-Balancer ein.

Nur ein sanftes, fast unsichtbares Zittern der Kohlblätter verrät, dass das Gemüsebeet in diesem Augenblick Teil des World Wide Web geworden ist.

Die Quatschtronauten.

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