Dentitektur

Hier in Berlin beobachten wir seit einiger Zeit ein seltsames Phänomen: in jeder Baulücke entstehen neue Häuser! Wir haben nach den Ursachen geforscht und sind dabei erstaunlicher Weise NICHT auf die fleissigen Häuslebauer, die Schwaben gestoßen.

Anfang des letzten Jahrhunderts, wurden innerhalb weniger Jahren ganze Stadtteilen aus dem Boden gestampft. Was haben die Bauherren damals gemacht, dass die Baulücken, die in der Zwischenzeit entstanden sind, sich hundert Jahr später von selbst wieder schließen? Die Antwort auf diese interessante Frage liefert uns die moderne Genforschung.

Bei einer mikroskopischen Untersuchung des Zements Berliner Altbauten, haben wir festgestellt, dass in der Kristallstruktur DNA-Abschnitte eingebettet sind. Ein Abgleich mit dem menschlichen Genom hat gezeigt, dass es sich hierbei um das Gen „Osr2“ handelt: also genau das gleiche Gen, dass bei Lebewesen für die Entwicklung und Ausrichtung der Zähne zuständig ist! Mittels eines einfachen Experiments – der Beimischung von Zähnen in Beton – ist es uns gelungen, die besondere Kristallstruktur zu reproduzieren.

Somit lässt sich die Ursache des Baulückenschwunds leicht rekonstruieren. Genau wie bei einem Menschen, der das 6. Lebensjahr erreicht hat, der Zahnwechsel einsetzt, fängt bei Gebäuden nach etwa einem Jahrhundert der „Bauwechsel“ an. Altbauten werden durch nachziehende Neubauten zu „Wackelbauten“. Kaum ist die Baulücke da, bahnt sich das oberste Stockwerk eines neuen Gebäudes schon den Weg aus dem Boden und steht wenige Monate später ein neues Haus an dessen Platz. Wir nennen diese Bauweise „Dentitektur“.

Wussten die Berliner Bauherren damals was sie taten, als sie Sediment mit fossilen Haifischzähnen in ihren Mörtel mischten?

Wir glauben an den Zufall.

Die Quatschtronauten

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