Rückenwindtunnel

Wie es sich für moderne, ökologisch bewusst lebende Mäuse gehört, erledigen die Quatschtronauten ihre Einkaufe auf dem Fahrrad. Meistens genießen sie den Fahrt durch das schöne Brandenburgische Flachland zum nächsten Dorfmarkt. Als Snorrebaard diesmal von seiner Einkaufstour zurückkehrt, ist er aber nass bis auf die Haut.

„Hast du deine Regenjacke vergessen?“, fragt ihn Krullestaart.

„Nein, ich bin nur völlig durchgeschwitzt. Warst du heute noch nicht draußen? Es windet wie verrückt! Auf dem Hinweg hatte ich den Wind in meinem Rücken, aber zurück, das war ein echter Kampf.“

„Ich verstehe. Vielleicht sollten wir uns dann doch mal ein Elektroauto bauen,“ schlägt Krullestaart vor. „Wir beziehen unsere Strom ja aus nachhaltigen Ressourcen, so ist es auch umwelttechnisch vertretbar.“

„Hmmm…. Die Energieverluste bei der Umwandlung von Windenergie in Elektrizität, beim Auf- und Entladen der Batterie und bei dem elektrischen Antrieb sind aber nicht zu vernachlässigen,“ gibt Snorrebaard zu bedenken. „Viel besser wäre es doch, sich die Windenergie direkt zu Nutze zu machen…“

Plötzlich geht Krullestaart ein Licht auf „Aber natürlich! Damals, als ich noch durch die holländische Polderlandschaft zur Schule radeln musste, hatte ich doch schon mal die Idee für einen Rückenwindtunnel…“

Er wühlt in seiner Schublade und zieht eine Skizze heraus.

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„Genial“, bestätigt Snorrebaard. „Es wird höchste Zeit, dass wir den Weg zum Dorfmarkt zur Teststrecke für deine Erfindung machen!“

Nichts hilft besser gegen eine Herbstdepression als ein Rückenwindtunnel.

Die Quatschtronauten.

Vortsetzung der Story: „Road-surfing

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